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PRESSEMITTEILUNG

Die gemeinsamen Ziele miteinander umsetzen

Sachorientierte Zusammenarbeit mit allen Fraktionen

Als kleine dreiköpfige Fraktion, aber mit großem Elan und bestem Willen für den künftigen Umgangston im Parlament der Barbarossastadt Gelnhausen, nimmt die Wählergemeinschaft Gelnhausen+ die Arbeit auf. Mit drei Mandaten in der Stadtverordnetenversammlung, die sich Ende April konstituieren wird, einem Stadtrat im Magistrat und einem Ortsbeirat in Gelnhausen Mitte sieht sich die Neue politische Kraft gut vertreten.

„Das haben unsere Wählerinnen und Wähler entschieden und wir danken für dieses Vertrauen. In den kommenden Monaten und Jahren werden wir uns dafür mit aller Kraft ins Zeug legen“, versichert die Vorsitzende Pia Horst. Gemeinsam mit ihr werden sich Denise Landschreiber und Markus Wimmer in der Stadtverordnetenversammlung im Sinne des Wählervotums engagieren. „Mit unseren Mandaten wollen wir durch vernünftiges und umsichtiges Handeln im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Gutes für die Stadt erreichen“, betonen beide.

Denise Landschreiber wird im Bauausschuss an den Themen Stadtentwicklung, Umwelt, Forsten, Bauwesen und Verkehr mitarbeiten. Markus Wimmer wird im Wirtschaftsausschuss für Wirtschaft, Kultur und Tourismus aktiv sowie im Sozialausschuss seine Herzensthemen Sport, Ehrenamt, Integration, Jugend, Familie, Senioren und Soziales mitgestalten. Pia Horst nimmt den Sitz im Haupt- und Finanzausschuss wahr, in dem alle relevanten Entscheidungen für den städtischen Haushalt und die Gebührenhaushalte vorberaten werden. Zudem ist dort die Funktion des Notparlaments angesiedelt, die das Land Hessen speziell für Entscheidungen in Corona-Zeiten geschaffen hat.

„Ich bedanke mich bei allen Wählerinnen und Wählern ganz herzlich für diesen Vertrauensvorschub. Auf die Arbeit im Bauausschuss freue ich mich und werde dort gemeinsam mit den anderen Mandatsträgern konstruktiv und sachorientiert zusammenarbeiten“, sagt Denise Landschreiber, die von Listenplatz 8 auf den zweiten Rang hochgewählt wurde. Markus Wimmer blickt ebenfalls zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben in den Gremien. „Ich wünsche mir vor allem, dass die Ausschüsse künftig ihre inhaltliche Arbeit noch verstärken und Orte der konstruktiven Diskussion werden, um ihrer Aufgabe als Unterstützungsorgan der Stadtverordnetenversammlung wirklich gerecht zu werden. Angesichts der vielen neuen Gesichter in den Gremien hoffe ich, dass es den gemeinsamen Wunsch gibt, auch die Arbeitspraxis der Stadtverordneten dort zu erneuern, wo es sinnvoll ist“.

Zunächst gilt es für die neue Fraktion, sich einzuarbeiten und die Formalien und Grundlagen der städtischen Gremien kennenzulernen. Außerdem wollen Horst, Landschreiber und Wimmer die Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktionen kennenlernen, erste Gesprächstermine sind schon gemacht. „Gelnhausen plus wird grundsätzlich keine Koalitionen oder feste Partnerschaften eingehen. Daher geht es in diesen Gesprächen mit den anderen Fraktionen zunächst darum, dass wir uns vorstellen und die jeweiligen Schwerpunkte miteinander abzugleichen. Wer den Wahlkampf aufmerksam beobachtet hat, wird festgestellt haben, dass es thematisch zwischen allen Fraktionen große Schnittmengen gibt. Diese Schnittmengen gilt es jetzt miteinander in den Blick zu nehmen“, betonen die drei Stadtverordneten. „Die Wählerinnen und Wähler haben uns das Mandat gegeben unsere Ideen sinnvoll und zielführend einzubringen. Das kann, auch angesichts unserer überschaubaren Stärke, nur miteinander umgesetzt werden. Deshalb werden wir sachorientiert und ohne Scheuklappen mit allen Fraktionen zusammenarbeiten“, fasst Pia Horst die Grundlagen der künftigen parlamentarischen Arbeit von Gelnhausen plus zusammen.

 

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Mehr Miteinander in der Nutzung unserer Natur

Klima- Umwelt- und Naturschutz sind Themen, die aktuell populär sind und alle in Gelnhausen antretenden Parteien und Gruppierungen haben sich dieser Themen angenommen. Die Vorschläge reichen von klimaneutralem Bauen, neuen Verkehrskonzepten, Elektromobilität, bis hin zur Schaffung von mehr Wildblumenwiesen zum Schutz der Bienen.

„Dieser bunte Strauß an Themen ist interessant und man spürt den guten Willen, sich für die Umwelt einzusetzen, aber Einzelprojekte werden nur bedingt weiterführen“, gibt die Vorsitzende Pia Horst die Bedenken der Wähler*innengruppe GELNHAUSEN plus wieder. „Insbesondere fehlt uns dabei der Blick auf die hinter den Vorschlägen lauernden Konflikte vor Ort“. Mag eine Wildblumenwiese oder ein Bekenntnis zu mehr Klimaschutz noch konsensfähig sein, wird es bei der Mobilitätsentwicklung oder beim Naturschutz schon schwieriger. Denn sowohl, was den Verkehr angeht, als auch bei der Nutzung der uns umgebenden Landschaft, gibt es sehr viele unterschiedliche Sichtweisen und Interessen, die es in Einklang zu bringen gilt.

Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass sich immer mehr Menschen in ihrer Freizeit im Freien bewegen. „Wälder und Feldwege sind von Menschen bevölkert die Fahrrad fahren, joggen, walken, Spazieren gehen, oder ihre Hunde ausführen. Hierbei kommt es nicht selten zu unfreundlichen Begegnungen“, weiß Elke Pfahls, GELNHAUSEN plus Kandidatin aus Hailer. Gleichzeitig kämpfe die Forstwirtschaft gegen Borkenkäfer und Trockenheit, und Landwirtschaft und Jagd sähen sich dauerhafter öffentlicher Kritik ausgesetzt.

So wird schon bei einem „kleinen“ lokalen Thema deutlich, wie unterschiedlich die Interessenlagen sind, die es in Einklang zu bringen gilt. „Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz, Jagd, Freizeit, Sport oder Umweltbildung haben alle ihre Berechtigung, aber auch ganz unterschiedliche Sichtweisen auf unsere Landschaft“, weiß die Biologin, die sich schon seit Jahren sowohl beruflich, als auch ehrenamtlich mit diesen Themen befasst. „Deshalb ist es unerlässlich, dass sich die verschiedenen Interessengrupen konstruktiv austauschen und miteinander Lösungen finden“.

Dass sich die Situation noch verschärfen wird, davon ist Markus Wimmer, GELNHAUSEN plus-Kandidat aus Gelnhausen Mitte, überzeugt. „Die Konkurrenz um die ‚Landschaft‘ wird künftig noch stärker werden, dass ist ein Thema, das leider immer wieder vernachlässigt wird. Insbesondere als Sport- und Bewegungsraum werden Felder und Wälder immer mehr genutzt. Dort müssen Wegekonzepte und Regeln geschaffen werden, die gemeinsam entwickelt werden müssen, um Konflikte zu vermeiden“. Hinzu kommt, dass extreme Wetterereignisse in der Folge des Klimawandels künftig eine noch stärkere Rolle spielen werden. Das bedeutet, Trockenheit oder Starkregen führen künftig noch öfter dazu, dass ganze Waldbereiche gesperrt werden müssen, oder Wiesen unter Wasser stehen.

Damit wird deutlich, dass Klimaschutz kein abstraktes Thema ist, das nur den Zeitgeist bedient, sondern direkt mit unserem Lebensumfeld verknüpft sind. GELNHAUSEN plus plädiert aber dennoch dafür, auch die lokalen Probleme in den Blick zu nehmen.

„Wir brauchen in Gelnhausen im Umweltschutz eine gemeinsame Linie, um die Landschaft auch künftig sinnvoll, umweltschonend und für alle nutzbringend zu erhalten. Freizeit, Sport, Naturschutz, Jagd und Landwirtschaft müssen gemeinsam mit der Politik die Leitlinien gestalten, damit dies künftig gelingt,“ sagt Pia Horst.

Lassen wir Gelnhausen leuchten!

Eglise Saint Pierre in Chartres. Foto: Patrick Giraud/Wikipedia

Mit Licht die Stadt ins Bild rücken. Das ist ein Vorschlag der Wähler/innengruppe GELNHAUSEN plus. Die Idee dahinter: Historischen Gebäude der Stadt mit Lichtinstallationen und Projektionen zu „bespielen“.

Der Vorschlag ist nicht die neu, in Frankreich gehören Lichtfestivals mit illuminierten Altstädten und animierten Projektionen auf Brücken, Palais und Kirchen in vielen Städten zum Sommerprogramm. Auch in deutschen Städten, wie dem Oberbayerischen Burghausen gibt es inzwischen solche Licht-Festivals. Und nicht zuletzt zeigt die alle zwei Jahre in Frankfurt und Offenbach stattfindende Luminale, welche Anziehungskraft von solchen Events ausgeht.

„2013 habe ich eine solche Stadtbeleuchtung zum ersten Mal in Chartres gesehen“, erinnert sich Markus Wimmer von GELNHAUSEN plus. „Es war überwältigend und ich war hinterher völlig sprachlos“, ist er heute noch von dem Spektakel fasziniert.

In der Regel beginnen die Licht-Festivals mit einem großen Auftaktfest. Über den Sommer sind ein Teil der Installationen dann täglich aktiv, die aufwändigeren Projektionen werden nur zu bestimmten Zeiten und an ausgewählten Tagen gezeigt, auch um die Anwohner zu schonen, da dort Musik dazu gehört. Am Ende der Saison steht dann wieder ein großes Licht-Fest.

Während in Chartres rund 30 Orte und Gebäude bespielt werden, könnte es in Gelnhausen zunächst in kleinerem Umfang umgesetzt werden, schlägt GELNHAUSEN plus vor, denn die Architektur der Stadt und der finanzielle Rahmen setzten Luftschlössern bei der Planung des Projekts eindeutige Grenzen.

„Die Projektionen könnten sich mit Ereignissen der Gelnhäuser Geschichte beschäftigen, womit der Brückenschlag zur Gegenwart auf neue Art geschaffen wäre“, kann auch Aurelia Naumann dem Vorschlag viele positive Aspekte abgewinnen. Die GELNHAUSEN plus-Kandidatin verspricht sich mit einer solchen Initiative auch eine Belebung der touristischen Angebote rund um Gelnhausens Baudenkmäler und Geschichte. Sie ist sich auch sicher, dass mit einem solchen Angebot auch Jüngere und Familien angesprochen werden.

Umsetzen lässt sich ein solches Projekt allerdings nur mit den entsprechenden Partnern und Sponsoren und einer durchdachten Trägerschaft. Auch spielt die Zusammenarbeit mit örtlichen Unternehmen aus den Bereichen Energiewirtschaft, Veranstaltungstechnik, und der Gastronomie dabei eine wichtige Rolle. Ein starker Partner könnte die Luminale sein, an die man gegebenenfalls „andocken“ könnte.

„So ein Vorhaben kann man aber nicht im Alleingang stemmen, sondern nur wenn sich in der Stadt alle Kräfte bündeln“, weiß GELNHAUSEN plus-Spitzenkandidatin Pia Horst. Aus diesem Grund begreift die Wähler/innengruppe den Vorschlag auch als Impuls an die anderen politischen Kräfte, über das Projekt gemeinsam zu diskutieren. „Am besten erst nach dem Wahltermin, denn der Vorschlag ist zu spannend, um im Wahlkampfgetöse unterzugehen“, wünscht sich Horst.

Mitdenken, Mitreden, Mitgestalten

Mehr Bürger*innenbeteiligung in Gelnhausen

Miteinander für Gelnhausens Zukunft“ ist der Wahlkampf von Gelnhausen plus überschrieben. Neben dem Engagement für mehr „Miteinander“ in den politischen Gremien ist es für die Wählergemeinschaft unverzichtbar, dass die Bürgerinnen und Bürger mitdenken, mitreden und mitgestalten, um Gelnhausen auch in Zukunft zu einer Stadt zu machen, in der alle gerne miteinander leben.

Die direkte Beteiligung der Bürger*innen bei Fragen, die ihr Wohn- und Lebensumfeld in der Stadt oder im Stadtteil betreffen, ist eines der Kernziele von Gelnhausen plus. Mitdenken, mitreden, mitgestalten soll die Leitlinie sein. Unserer Erfahrung nach wollen sich die Bürgerinnen und Bürger besonders dort einbringena, wo sie unmittelbar betroffen sind oder wo sie für ihren Stadtteil einen Mehrwert erkennen“, betont Pia Horst, erste Vorsitzende der Wählerinitiative.

Das bestätigt auch Markus Wimmer, Gelnhausen plus-Kandidat aus Gelnhausen Mitte: „Mein liebstes Beispiel ist die Wohn- und Parksituation in der Oberstadt. Dort wird es nur dann eine von allen mitgetragene Lösung geben, wenn sich die Betroffenen, also Anwohner, Gastronomie, Handel, Tourismus, Kirche und Stadtverwaltung an einen Tisch setzen und eine gemeinsame Lösung erarbeiten.“

Gelnhausen plus will die Bürger*innen mit unterschiedlichen Formaten einbinden. Dazu zählen regelmäßige Bürgerforen in den Stadtteilen, öffentliche Veranstaltungen zu kommunalen Themen, oder „Parlamentssprechstunden“ in denen Bürger*innen mit Stadtverordneten diskutieren können.

Ein weiterer Schwerpunkt wird der digitale Dialog mit den Bürger*innen sein, auch nach Corona. „Die Corona-Pandemie ist ein Schub für die Digitalisierung und inzwischen sind digitale Formate fast schon zur Normalität geworden. Ganz gleich, ob im Home-Office, im Home-Schooling, bei den Kirchen oder im Bereich von Kursangeboten, die ins Netz gewandert sind“, ist Volker Gromer, Gelnhausen plus-Kandidat aus Meerholz, überzeugt. „Die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß und reicht von der einfachen App zur Schlaglochmeldung, über Online-Nachbarschaftshilfen bis hin zu Bürgerdebatten als Videokonferenz“.

Das Ehrenamt effektiv stärken

Vereine, Initiativen und andere ehrenamtliche Aktivitäten müssen künftig ebenfalls besser unterstützt werden, denn dort wird das Miteinander täglich gelebt. Die Förderung der Vereine darf sich aber nicht auf jährliche Zuschüsse beschränken, sondern sollte dort ansetzen, wo Hilfe gebraucht wird. „Den Vereinen fehlt es nicht in erster Linie an Geld, sondern sie kämpfen beispielsweise mit einem stetig steigenden Verwaltungsaufwand, der sich je nach Größe des Vereins durchaus mit dem eines kleinen Unternehmens messen lassen kann“, weiß Markus Wimmer, der die (Sport-)Vereinslandschaft in Hessen auch aus beruflicher Erfahrung bestens kennt. Seine Idee: Mit einer gemeinsamen Geschäftsstelle oder ähnlichen Schritten für die Vereine wirkliche Unterstützung zu leisten. „Ob diese Idee realistisch ist, können die Betroffenen am besten selbst einschätzen. Deshalb möchten wir eine Vereinsumfrage auf den Weg bringen, deren Ergebnisse dann gemeinsam mit den Vereinen diskutiert werden“.

Ehrenamtliches Engagement, dafür stehen in Gelnhausen zunächst die Sport- und Kulturvereine, die Hilfsorganisationen wie Feuerwehr und THW oder die Rettungsdienste. Daneben gibt es aber auch zahlreiche soziale Initiativen und Aktivitäten wie die der Gelnhäuser Tafel, der Kirchengemeinden, privaten Nachbarschaftshilfen, im Naturschutz oder im Bereich der Flüchtlingsintegration. Auch diese gilt es künftig mehr zu zuhören und zu stärken. „Aktuell leiden alle ehrenamtlichen Organisationen unter dem Lockdown. Deshalb schlagen wir vor, nach dem Ende der Corona-Epidemie Aktionstage zu den jeweiligen Bereichen (Sport, Kultur, Rettung, Soziales) zu organisieren“, beschreibt Pia Horst einen Weg, um das Ehrenamt zu stärken. „Die Initiativen und Vereine bekommen damit Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen und mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Ein Wunsch, den momentan wohl alle teilen“.



Wirtschaft und Handel

Neue Impulse für ein wirtschaftlich starkes Gelnhausen

Mit zukunftsorientierten, innovativen Ideen möchte die neue Wählerinitiative Gelnhausen plus Akzente für ein wirtschaftlich starkes Gelnhausen setzen. Im Mittelpunk steht, wie bei allen Themenbereichen der Wählergruppe das Miteinander. Gelnhausen plus ist davon überzeugt, dass es nur so gelingen kann, am Ende die besten Konzepte gemeinsam an den Start zu bringen.

Was das konkret bedeutet, erläutert Volker Gromer aus Meerholz. Er beschäftigt sich beruflich schon lange mit der Frage der Weiterentwicklung von Städten und ihrer Gewerbe- und Handelsstruktur. „Wir setzen uns für Konzepte ein, die die verschiedenen Facetten wirtschaftlichen Handelns optimal begleiten. Das betrifft zum einen die Förderung gewerblicher Industrieansiedlungen sowie Konzepte zur Stärkung des lokalen Einzelhandels, aber auch die Unterstützung einer lebendigen Gastronomie sowie innovative Ideen rund um die Erschließung des ehemaligen Joh-Geländes und der künftigen Entwicklung der Südstadt,“ so Volker Gromer.

Intelligente Nutzungs- und Flächenkonzepte

Eines der Schlüsselprojekte dabei ist die Zukunft des ehemaligen Joh-Geländes und die künftige Nutzung des Gesamtareals. „Wir unterstützen alle Konzepte, die das Areal optimal nutzen. Dabei sollten die Themen Gesundheit, Bildung und moderne Start-up-Kultur im Mittelpunkt stehen. Gelnhausen ist eine Bildungs- und Gesundheitsstadt, und diese Stärke müssen wir weiter ausbauen“, gibt Pia Horst, erste Vorsitzende der Wählerinitiative, die Marschrichtung vor.

„Damit dies erfolgreich umgesetzt werden kann, schlagen wir vor, die Joh-Immobilie und das darum liegende Gelände vom Bahnhof bis hin zur Kinzig zu einem Campus-artigen Areal weiter zu entwickeln“, so Volker Gromer. „Ziel ist die intelligente Nachnutzung der Warenhausfläche in Toplage der Innenstadt mit direkter Anbindung an den ÖPNV. Mit einem solch klaren Konzept wird es Gelnhausen gelingen, neue Unternehmen aus dem IT-Bereich nach Gelnhausen zu holen. “

Stärkung zentraler Kernbereiche

Kernstück dieser Überlegung wäre die Gründung eines sogenannten Business Improvement Districts (BID). „Ein solcher BID bezieht die unterschiedlichen Interessen der Stadt, der kommunalen Träger, die der Unternehmen, der Immobilienbesitzer und auch der Einzelhändler optimal in die Weiterentwicklung eines Stadtteils mit ein“, ist Gromer überzeugt und verweist auf das Beispiel Gießen, wo im Bereich des Seltersweges erfolgreich mit diesem Instrument der kommunalen Stadtentwicklung gearbeitet wurde.

Für Pia Horst, die Vorsitzende der Wählerinitiative Gelnhausen Plus, zeigen die Beispiele, in welche Richtung es in Gelnhausen gehen sollte: „Wir wollen keine Luftschlösser bauen. Wir kennen sehr wohl den engen Korridor, der einer Stadt wie Gelnhausen zur Verfügung steht. Wir möchten aber dennoch für Gelnhausen und seine Stadtteile unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten das Bestmögliche erreichen und so die Attraktivität unserer Gemeinde stärken. Auch das geht nur miteinander, und dafür setzen wir uns ein.“

Wahlkampfauftakt

Miteinander für Gelnhausens Zukunft“

Neue Wählergemeinschaft stellt Wahlmotto vor

Die neue Wählerinitiative GELNHAUSEN plus wird mit dem Wahlmotto „Miteinander für Gelnhausens Zukunft“ in den Wahlkampf zu den hessischen Kommunalwahlen am 14. März 2021 ziehen. „Das Motto soll den Willen zur konstruktiven Arbeit und einer Hinwendung zu einer sachbezogenen, lösungsorientierten Politik widerspiegeln“, sagt die Spitzenkandidatin und Vorsitzende der Gruppe, Pia Horst.

Die Kandidatinnen und Kandidaten von GELNHAUSEN plus haben eines gemeinsam: außer Pia Horst war bislang niemand in einer Partei oder Wählergruppe aktiv. „Die in Gelnhausen herrschende kommunalpolitische Depression war der Auslöser für die Mehrheit unserer  Kandidatinnen und Kandidaten, sich bei GELNHAUSEN plus zu engagieren. Der Stillstand muss ein Ende haben. Die Bürgerinnen und Bürger wollen keine kommunalpolitischen Scharmützel in täglichen Dosen – sie erwarten von den Gewählten vernünftige Entscheidungen und fortschrittliches Denken für die Stadt“, beschreibt Horst das gemeinsame Verständnis von Kommunalpolitik. GELNHAUSEN plus versteht sich als politische Heimat für alle, die mit Ihren bisher gewählten Vertretern unzufrieden sind, aber auch für Menschen, die bislang nicht wählen gegangen sind. „Wir bieten eine zusätzliche Plattform für Bürgerwillen und Wählervotum“, so Pia Horst

Lokal, kreativ, miteinander und ausgleichend

Lokal, kreativ, Miteinander und ausgleichend. Die Kandidatinnen und Kandidaten repräsentieren mit ihren Themen die Grundlagen von GELNHAUSEN plus. So betont Volker Gromer aus Meerholz bei den Themen Wirtschaft, Handwerk & Handel insbesondere die lokale Komponente. „Wir wollen den Wirtschaftsstandort Gelnhausen stärken, die Mischung aus Industrie, Bildung, Gesundheit und Dienstleistung fördern und zu einer lebendigen und pulsierenden Einzelhandels- und Gastronomielandschaft beitragen.“

Kreativer soll der Bereich Kultur & Tourismus werden. Dort haben sich Aurelia Naumann, Ulrike Peter und Gerd Scheider Gedanken über eine Neuorientierung gemacht, die neuen Schwung bringen und neue Zielgruppen aus allen Altersschichten ansprechen soll. „Wir machen uns für ein Kultur- und Tourismusangebot stark, das nicht nur auf historische Begebenheiten abzielt. Wir greifen bewusst neue Impulse auf und sprechen so insbesondere jüngere Leute und Familien an“, sagt Aurelia Naumann.

Elke Pfahls aus Hailer liegt das Thema Naturnutzung, Naherholung und Freizeit besonders am Herzen. Sie plädiert für einen Ausgleich der unterschiedlichen Interessen: „Land- und Forstwirtschaft und die Nutzung der Natur als Ort der Naherholung und der Freizeit sind für uns vereinbar. Wir setzen uns für den Ausgleich der unterschiedlichen Interessen ein und sorgen so für ein gutes Klima.“ 

Zum Miteinander gehört aber nicht nur die Zusammenarbeit in den politischen Gremien, sondern auch die Beteiligung der Bürger/innen über neue Formate. „Der Bürger ist der beste Experte, wenn es um Fragen in seinem Wohnumfeld geht. Deshalb stehen wir für mehr digitale und nicht digitale Bürgerbeteiligung“, sagt Markus Wimmer aus der Gelnhäuser Altstadt. Und Thomas Hartmann ergänzt: „Die Bürgerinnen und Bürger Gelnhausens und aller Stadtteile aktiv zu beteiligen, ist eines unserer zentralen Anliegen.“

„Miteinander ist vielleicht das wichtigste Wahlziel überhaupt“, bekräftigen Denise Landschreiber und Peter Koch. „Wir wollen Brücken bauen. Wir wollen zurück zu einer konstruktiven, sach- und zukunftsorientierten Herangehensweise zur Lösung der dringenden Herausforderungen für Gelnhausen“.

Wählen gehen!

Gelnhausen Plus bittet alle Wählerinnen und Wähler: „Stärken Sie die Demokratie in Gelnhausen – gehen Sie wählen!“ Gerade Kommunalwahlen verdienen eine hohe Wahlbeteiligung, hier geht es schließlich unmittelbar um die Zukunft der eigenen Stadt und seiner Stadtteile. Dabei liegt es in der Hand der Bürgerinnen und Bürger, ob sie in Gelnhausen für ein „Weiter so“ stimmen oder bewusst mit ihrem Votum einen Wandel herbeiführen.

Eine Chance verpasst: kein Interesse an gemeinsamer Onlineplattform?

Corona macht es den Wahlkämpfer/innen landauf, landab gerade schwer. Live-Veranstaltungen sind nicht möglich, öffentliche Diskussionsveranstaltungen können nicht stattfinden und selbst der Haustürwahlkampf ist nur eingeschränkt möglich. Da liegt die Idee einer gemeinsamen digitalen Wahlkampf-Plattform eigentlich auf der Hand.

Zeichen für mehr Miteinander setzen

Die neue Wähler/innen-Gemeinschaft „Gelnhausen plus“ hatte hierfür die Initiative ergriffen, doch das Resultat ist ernüchternd. „Bis auf die SPD und die Grünen hat keine der in Gelnhausen antretenden Parteien und Gruppierungen auf meine Anfrage reagiert“, wundert sich Markus Wimmer, Kandidat von Gelnhausen plus. Er hatte den Mitbewerbern um die Plätze in den Ortsbeiräten und der Stadtverordnetenversammlung Ende Januar vorgeschlagen, eine gemeinsame Facebook-Seite oder -Gruppe zu eröffnen und jede Partei oder Gruppierung mit administrativen Rechten auszustatten. „Wenn man sich auf gemeinsame Nettiquette und ein paar grundlegende Regeln geeinigt hätte, wäre der Aufwand für alle überschaubar geblieben“, glaubt Wimmer. Zudem hätte die Gelnhäuser Kommunalpolitik damit signalisiert, dass in Zukunft das Miteinander wieder stärker im Mittelpunkt der Arbeit stehen könnte, ist er überzeugt.

Hoffnung noch nicht aufgegeben

Sein Versuch ist offensichtlich ins Leere gestoßen. „Entweder sind CDU, FDP und die Bürger für Gelnhausen noch so analog, dass sie meine Nachrichten per E-Mail und Facebook bislang nicht registriert haben, oder sie ignorieren die Anfrage schlicht“, bedauert Wimmer die Nicht-Reaktion. Auch die Antwort der SPD war eher verhalten. Ortsverbands-Vorsitzende Susanne Turlach fand die Idee im Grundsatz gut, betonte aber, dass sie eine solche Plattform eher bei der Stadt angesiedelt sehe. Die Antwort der Grünen war ebenfalls positiv. Allerdings seien die Aktiven so sehr in den Wahlkampf eingebunden, dass es für eine gemeinsame Plattform keine Kapazitäten gäbe, antwortete die Öko-Partei. Wimmer hat die Hoffnung indes noch nicht aufgegeben: „Wenn die Nachricht bislang wirklich noch nicht angekommen ist, wissen CDU, FDP und BG jetzt zumindest von unserer Initiative. Vielleicht kommen wir ja doch noch zusammen, mein Angebot steht auf jeden Fall noch“. Andernfalls dränge sich dann allerdings der Eindruck auf, dass die politische Kultur in Gelnhausen inzwischen so zerfahren ist, dass selbst ein so unverfänglicher Vorschlag wie der nach einer gemeinsam administrierten Facebook-Plattform vertan und als Chance ausgelassen wird.